MERCI !

Liebe Freunde,
vorab möchte ich mich bei allen interessierten Musikfreunden & Unterstützern herzlich bedanken, die „Hatte ich dich nicht gebeten im Auto zu warten“ so eine breite Straße gebaut haben um in die Welt zu rollen. Ich schwinge den Hut – den mit den Federn aus den Flügeln von Engeln – zu einer Verbeugung.

An dieser Stelle möge mir erlaubt sein ein riesengroßes MERCI! an das Rintintin-Promotion-Team zu richten, an Yvonne Paulien, Peter Goebel, Angelika Cisek, Eberhard Pacak, Behrus Salimkhani & Ina Radke. Dass auch Ihr dazu beigetragen habt mir, dem allseits bekannten Hitparadenverrückten, einen bemerkenswerten 44. Platz in den deutschen Charts zu bescheren – & das in meinem 44. Lebensjahr… Das kann doch kein Zufall sein!

Ich danke allen, die – unabhängig vom musikalischen Geschmack – Qualität in Form, Inhalt & Verpackung zu schätzen wissen & für die auch jene Zusammenhänge nachvollziehbar sind, aus denen – außer Freude & Herzblut – die Herstellung eines Albums sonst noch besteht.

Ich wurde schon häufiger gefragt, warum meine Musik nicht auf den einschlägigen Streaming-Plattformen (z.B. Spotify) erhältlich ist & möchte in diesem Zusammenhang gern meine Argumente vortragen.
Dazu ist wichtig zu wissen, dass wir erstens ein unabhängiges Tonträger-Unternehmen sind, zweitens, dass ich bei weitem kein Millionär oder so etwas ähnliches bin & drittens, dass wir prinzipiell für meine Produktionen weder kulturelle Subventionen beantragen, noch jemals welche in Anspruch genommen haben.
Es werden viele Menschen im Glauben gelassen ihr monatlicher Beitrag für den Streaming-Dienst würde in relevanter Form den eigentlichen Produzenten von Musik zu Gute kommen. Das ist nicht korrekt. Der Hauptanteil geht an die wenigen großen Konzerne, die für ihre Musik-Kataloge jährlich Millionen an Vorschüssen kassieren (in einigen Fällen selbst Anteilseigner der Plattformen sind & nur einen Bruchteil an die Musiker weitergeben) & an die Streaming-Dienste selbst. Kleinere Tonträgerunternehmen erhalten lächerliche Beteiligungen.
Der weltweit meistgestreamte Titel im vergangenen Jahr war der Song „Get Lucky“ der Gruppe Daft Punk. Jeder der beiden Protagonisten erhielt als Erlös dafür 13.000,-€ für sage & schreibe 100 Millionen Streams. Das wären 1.300,-€ für 10.000.000 Streams, 130,-€ für 1.000.000, 13,-€ für 100.000 & 1,30 € für 10.000 Streams.

Mit den kompletten Einnahmen aus den Streaming-Abrechnungen der Gruppe Daft Punk für ihren Titel „Get Lucky“ hätte ich mein aktuelles Album & die zur Veröffentlichung notwendigen Kosten nur zu einem guten Drittel bezahlen können. Ich hoffe, dass deutlich wird, dass dieser eingeschlagene Weg für keinen Musikschaffenden – egal welcher Popularitätsstufe – gangbar ist & hoffentlich in diesem Jahr zu einer weitreichenden Diskussion führt. Alle, die Streaming-Plattformen nutzen, bitte ich darüber nachzudenken, ob ihnen das Hören eines bestimmten Liedes tatsächlich nur 0.00026 € für die Musiker wert ist & was das für die Entwicklung der Qualität in unserer Kultur bedeutet.
Eine Gesellschaft die nicht in der Lage ist ihre Kultur angemessen zu bewerten, verliert den Respekt vor sich selbst. Kultur ist etwas an dem man wächst, das Wurzeln bildet, etwas, das Geist & Seele blühen lässt. Kultur einfach nur zu konsumieren wie einen Schnellimbiss wird niemanden klüger oder sensibler machen.

Nicht ganz leicht jetzt die Kurve zu kriegen, aber die Mitteilung dieser Einschätzung lag mir schon länger auf dem Herzen & ich bin gern bereit Eure Fragen dazu zu beantworten.

Wir freuen uns in diesem Monat ganz besonders auf Euch bei unseren Konzerten am:

07.02. in Syke im Konzertsaal
08.02. in Harburg im Rieckhof
14.02. in Lübeck im Kolosseum
21.02. in Magdeburg auf der Rockgala
27.02. in Hamburg bei NDR 90,3 Foyer-Konzert
28.02. in Eckernförde in Carls Showpalast
& als Vorschau, am 01.03. in Husum im TSBW.

Hier gibt´s für einige der Termine noch: Tickets

Bleibt gesund & interessiert, haltet Euch gerade & bewundert die Welt!
Dieser Song ist für Euch:


Herzlichst Michy