Neue Konzert-Termine

Liebe Freunde,

wir bedauern sehr Euch eine weitere Verschiebung der August/September-Termine unserer diesjährigen Frühlingstour ankündigen zu müssen, freuen uns aber darauf, Euch hoffentlich noch in diesem oder im nächsten Jahr wieder „live“ zu treffen. Den behördlichen Bestimmungen folgend, kommt eine künstlerisch & wirtschaftlich annehmbare Durchführung zurzeit leider nicht infrage. Wir danken für Eure Treue & Euer Verständnis!

6000 JAHRE MICHY REINCKE – DAS GEHEIMNIS MEINES ERFOLGES

29.08.2020  Magdeburg, Feuerwache  (verschoben)
03.09.2020  Celle, CD-Kaserne            (verschoben)
04.09.2020  Schwerin, Speicher           (verschoben)
06.09.2020  Flensburg, C.ulturgut        (verschoben)
09.09.2020  Buchholz, Empore            (verschoben)
11.09.2020  Rostock, Pumpe               (verschoben)
12.09.2020  Lübeck, Kolosseum          (verschoben)

NEUE TERMINE:
18.12.2020  Celle, CD-Kaserne
30.04.2021  Magdeburg, Feuerwache
01.05.2021  Flensburg, C.ulturgut
02.05.2021  Schwerin, Speicher
07.05.2021  Rostock, Pumpe
08.05.2021  Lübeck, Kolosseum
11.05.2021  Buchholz, Empore
11.06.2021  Achim, Stadtfest
13.06.2021  Hamburg, Schmidts TIVOLI
14.06.2021  Hamburg, Schmidts TIVOLI
09.07.2021  Greifswald, 125 Jahre WGG

DAS DARF DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN!

07.12.2020  Kiel, metro-Kino
22.12.2020  Hamburg, Schmidts TIVOLI
23.12.2020  Hamburg, Schmidts TIVOLI
15.05.2021  Weimar, Köstritzer Spiegelzelt

(die bereits erworbenen Tickets behalten selbstverständlich auch für die neuen Termine ihre Gültigkeit.)

Es ist für viele von uns – aus allen möglichen Gründen – nicht leicht, heil & furchtlos durch diese Zeit zu kommen. Wenn man z.B. – wie viele meiner Freunde – jemand ist, der normalerweise seinen Lebensunterhalt mit „Dienstleistungen“ durch lebendige Begegnungen an Orten des Austausches jeder Art verdient (Konzerte, Theater, Gastronomie, Tourismus, etc.), hat man große bis sehr große Schwierigkeiten in diesen Monaten gelassen zu bleiben. 

Solidarität ist auch hierbei ein wichtiges Thema. Wenn dann aber z.B. die Verantwortlichen unseres gemeinschaftseigenen, öffentlich-rechtlichen Mediensystems es in dieser Zeit weiterhin als angemessen, gerecht & „solidarisch“ empfinden, auch noch die Radio-Nachtprogramme von 0 bis 5 Uhr morgens! mit den formatierten Musikprodukten der Unterhaltungskonzerne (die bestimmt keine Gefahr laufen ihre Existenzgrundlagen einzubüßen, u.a. weil ihre Produkte schon tagsüber fast ausschließlich abgebildet werden) zu bestücken & meinen Vorschlag mehrfach ablehnen, in diesen Nachtstunden die immensen Einkommensverluste & die Kreditaufnahmen der unabhängigen Künstlerschaft (Menschen, die durch unverschuldetes Berufsverbot in Notlage geraten sind) durch das Abspielen ihrer Songs (als Teilhabe an den GEMA- & GVL-Erlösen, die von den Beitragszahlern bezahlt werden) abzumildern, fehlen mir die Adjektive um diese Entscheidung zu beschreiben.

Da bekommt der eindringliche Ratschlag zur Solidarität u.a. jener Verantwortlichen die weiterhin ihre Bezüge durch die Rundfunkgebühren erhalten (u.a. auch von diesen Künstlern, deren Familien & Fans), doch einen etwas schiefen Beiklang. Die originäre Kultur einer Gemeinschaft in dieser Weise systematisch zu missachten & sich auch in Krisenzeiten als gemeinschaftseigene Institution auf die Seite der Industrie zu schlagen, dazu gehört schon eine Menge… 

Bemerkenswert ist das schon, dass die, die am lautesten nach Veränderung & Anpassung an neue Gegebenheiten rufen diejenigen sind, die eine Notwendigkeit zur eigenen Veränderung (bzw. einer längst fälligen Umgestaltung z.B. ihres beruflichen Auftrags) anscheinend am wenigsten ins Auge fassen, geschweige denn bereit dazu wären, irgendeine Einschränkung hinnehmen zu müssen. 
Ist das schon Systemkritik wenn man bei dieser versteinerten Unfähigkeit die (kulturelle) Wirklichkeit wahrzunehmen (oder sie ganz bewusst zu ignorieren) die Frage stellen möchte wem der Laden denn nun eigentlich gehört? Ist das noch – wie ursprünglich vorgesehen & festgeschrieben – die Allgemeinheit? Oder doch eher die „Mehrheit“? Oder was denkt Ihr? 

Es wird in unserem gesellschaftlichen System Menschen geben, an denen die wirtschaftliche Not abperlen wird wie Wasser von einer Ente. & es wird diejenigen geben deren Grundlagen, ihr Leben mit selbstständigen Berufen zu gestalten & zu besorgen, nachhaltig zerstört werden.

Ist es nicht aktuell so, dass – wenn sie gut begründet ist – Solidarität eingefordert werden kann? Dann fordere ich sie hiermit ein! Für alle die ihr Auskommen & ihren Beruf verloren haben, denen es durch andere Solidaritätsforderungen unmöglich ist ihrer Tätigkeit nachzugehen.

Trotz ausführlicher Recherchen in alle Richtungen halte ich es an dieser Stelle nicht für sinnvoll irgendein Urteil über die Angemessenheit, Plausibilität, Umsichtigkeit oder Redlichkeit politischer Maßnahmen & ihre Akzeptanz zu fällen. Ich möchte abschließend nur an ein altes jüdisches Sprichwort erinnern:

Auch mit edlen Motiven kann man eine Welt verwüsten.


Mehr denn je: Haltet Euch gerade & bewundert die Welt!
Herzlichst Michy  

PS: Für alle Interessierten hab ich noch den Tipp für ein Buch des Religions-Philosophen Alan Watts, dessen inspirierende Lektüre vor dreißig Jahren mein Leben verändert hat:  „Die Weisheit des ungesicherten Lebens“. (seht doch bei Amazon in der Beschreibung nach ob das Buch etwas für Euch sein könnte & bestellt es dann bitte bei einem Buchhändler in Eurer Nähe. Anrufen ob vorrätig, falls nicht ist es am nächsten Tag um 11 Uhr dort. So mache ich es.)